Motivation für ungeliebte Aufgaben

Arbeitgeber klagen oft über sogenannte Low Performer, also Menschen, die nicht die Leistung erbringen, die der Arbeitgeber sich vorstellt. Nun kann es viele Ursachen für einen Leistungsabfall geben. Ich möchte das Thema Motivation für ungeliebte Aufgaben näher beleuchten.

Aufschieberitis

Ich beobachte, dass „Aufschieberitis“ eine Quelle für Unmut beim Arbeitgeber ist und damit zumindest auch für das Gefühl des „Low Performings“. Ich habe mich also gefragt, wie man Menschen, die immer wieder Aufgaben vor sich herschieben, dazu bewegen kann, Motivation für ungeliebte Aufgaben zu entwickeln. Wir alle kennen diese Aufgaben. Die erste Möglichkeit ist ja, diese Aufgaben zu meiden. Was mir keinen Spaß macht, muss ich auch nicht tun. Nun ist das aber nicht immer möglich. Wer ein Jurastudium absolvieren will, kommt um Öffentliches Recht nicht herum (Jetzt wissen Sie, was meine Herausforderung war  ;-)) Ingenieur wird man nicht ohne „Technische Mechanik“ und Selbstständige „Kreative“ dürfen sich auch mit dem Finanzamt und der Buchhaltung beschäftigen. So ist es auch in den Unternehmen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben per Weisung und Arbeitsvertrag ihre Aufgaben zu erledigen.

Motivation für ungeliebte Aufgaben

Mit Zwang und Disziplin geht es auch. Das macht jedoch auf Dauer auch unglücklich. Daher könnte man auch wie folgt vorgehen:

  1. Beschließen Sie, die Aufgabe zu mögen. Es ist Ihre Entscheidung.
  2. Fake it until you make it. Das bedeutet, tun Sie im ersten Schritt so, als interessierte Sie diese Aufgaben brennend. Sie können das dadurch verstärken, dass Sie sich etwas vorstellen, das Sie total anzieht. Das kann eine geliebte Aufgabe sein, die sie stundenlang machen können oder auch ein Stück Schokokuchen, das Sie genüsslich verspeisen. Es muss etwas sein, für das Sie alles stehen und liegen lassen.
  3. Nehmen Sie das positive Gefühl, das sie mit der tollen Aufgabe, dem Verspeisen des leckeren Stücks Kuchen verknüpfen mit in die „ungeliebte Aufgabe“.
  4. Behalten Sie Ihr Lächeln und das positive Gefühl bei.
  5. Jede Aufgabe hat irgend einen klitzekleinen Teil, den Sie mögen. Auch wenn er klein ist, wie ein Atom. Sie wissen, es gibt diesen kleinen schönen Teil, denn nichts ist nur schlecht. Das kann auch das Setting sein, in dem Sie die Aufgabe lösen oder Ihr Gesprächspartner.
  6. Finden Sie diesen schönen Anteil. Fokussieren Sie sich darauf. Das erfordert ein bisschen Konzentration und Sie können das. Schauen Sie nur diesen schönen Teil an und blenden alles andere aus. Zoomen Sie ihn groß und größer und himmeln sie diesen Teil an. Sagen Sie sich dazu innerlich, dass es ganz sicher etwas gibt, das Sie hier interessieren wird, das Ihnen Spaß macht.
  7. Nach und nach stellen Sie sich dann vor, wie Sie das Ziel (Aufgabe erledigen) erreicht haben. Sie stellen sich nun nur das Ziel vor. Sie dürfen übertreiben. In Ihrer Vorstellung darf Musik sein, Sektkorken knallen,  Konfetti regnen und vielleicht gibt es ja am Ende zur Belohnung das Stück Schokokuchen, die tolle Aufgabe, die Sie so lieben usw.

Mir ist es auf diese Weise im Studium gelungen, sogar Öffentliches Recht interessant zu finden ;-)

 

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